8/5/16

erfolgreich bloggen: alles Werbung, oder was?



Irgend wann erwischt er jede. Der Blogtrieb. Der Wunsch zu bloggen. Dann tippt jede ihre Texte, fotografiert ihre Bildchen. Und ist schon froh, wenn der vorproduzierte Post aus Versehen nicht zu früh erscheint und das Hochladen problemlos klappt.

Irgend wann tauchen dann die Anfragen auf: zum Testen von Produkt x und zum Tragen von Kleidchen Y. Das ist alles sehr schmeichelhaft. So schmeichelhaft, dass viele großzügig geschmeichelt umsonst arbeiten. So weit. So entscheidet jede Bloggerin für sich. Ihr Blog. Ihre Arbeitszeit.
Da wird dann der Produktname in der Überschrift erwähnt; das schöne Produkt xyz von vorn bis hinten beleuchtet und bejubelt. Werbung vom Feinsten. Über den kostenlosen Werbeplatz freut sich der kommerzielle Kooperationspartner. Aus Dankbarkeit wird er sicher weitere Produkte schicken, so die Hoffnung.

WIEVIELE MODEBLOGS GIBT ES IN DEUTSCHLAND?
Mode- und Outfitblogs sind vielfältig, deren existieren in ganz Deutschland rund 6.000 laut einer Erhebung von Styleranking. Nicht jede Modebloggerin ist eine professionelle Medienfrau. Doch wer beim Bloggen dran bleiben will, lernt schnell, dass zum Bloggen mit der Zeit, eine Menge Arbeit hinzukommt: Crashkurse in HTML, fotografieren oder nun auch im Medienrecht.
Gerade hat die Welt am Sonntag einen Artikel zum Thema "Schleichwerbung" in Fashionblogs veröffentlicht. Styleranking vertritt die Position, als die Gesetze zur Schleichwerbung erlassen wurden, hätte es noch keine Blogs gegeben. Das sehe ich etwas anders. Was jetzt für Blogposts gilt, galt auch immer schon für Anzeigen in Zeitschriften. Deutliche Hinweise dazu, dass es sich auf der Seite um eine Anzeige handelt. Immer rechts oben in einer Zeitschrift zu finden.

Denn so neu und scheinbar regellos die Blogwelt, so alt und klar die Werberichtlinien. Werbung ist als solche zu kennzeichnen. Und zwar am Anfang des Posts, vor dem Lesen. Auch wenn ich also so vor mich hinblogge, mit meinen zahlreichen Leserinnen, mit mir und meinem Herzen im Reinen bin, muss ich mich an einen rechtlichen Rahmen halten. Aber nicht nur das: Mitbloggerinnen können mir als Konkurrenten, sogar eine Abmahnung ins Haus schicken. So weit, so die Lage.

WAS IST MIT DER KENNZEICHNUNG VON SNAPS, TWEETS UND INSTAGRAMS?

Doch was ist mit der Kennzeichnung von Snaps, tweets und posts auf Instagram. Der Hashtag #sponsoredposts ist schnell gesetzt. Aber wenn ich etwa auf meinem Blog ein Outfit zeige, unter dem Bild die Labels anzeige, ist das ja keine Werbung, nicht gesponsort. Wenn ich auf Snapchat etwas zeige, was ich bestellt habe, dann ist das ja keine Werbung. Weitere Klärung ist offenbar nötig.

Doch mal ehrlich: was bin ich froh, dass endlich Butter bei die Fische kommt. Dass es endliche klaren Formulierungen da draußen gibt, die nachzulesen sind und an denen ich mich orientieren kann. Jede kann sich dann auch nochmal Gedanken machen, wie sie ihren "Hobbyblog" anlegen möchte. Das ist nur fair. 


SPREU TRENNT SICH VOM WEIZEN: ODER SERIÖSE MODEBLOGGERINNEN VERZICHTEN AUF SCHLEICHWERBUNG
Die Welt bezog sich in ihrem Artikel auf Umfragen bei Styleranking. Dort sind ja vor allem sehr viele jüngere Bloggerinnen versammelt. Dass Kennzeichnung von sponsored posts allerdings eher als Kavaliersdelikt betrachtet wird, hat mich sehr erstaunt. Erstaunt vor allem, weil seriöse und professionelle Modebloggerinen wie beispielsweise Ines Meyrose im Netz anders auftreten.
Ein aktuell sehr schönes Beispiel für einen gelungenen Sponsored Post findet sich bei Sabine Gimm von Bling Bling Over 50.
Doch wie es so ist: der Fisch stinkt vom Kopf und bringt eine ganze Branche in Verruf. So hat Styleranking erhoben, dass sich zwar vier von fünf Bloggerinnen bei dem Thema "Kennzeichung" sicher fühlen. Aber nur 40 Prozent, also weniger als die Hälfte, Posts ausreichnend kennzeichnet. Selbst Styleranking findet es fragwürdig, dass Bloggerinnen meinen, die Kennzeichnung von Werbung würde ihnen Schaden. Das sind interessante Denkrichtungen.

Bei mir finden sich sowohl Advertorials als auch PR-Muster und sponsored posts. Dann gibt es noch Pressetage, die der Information dienen. Mir als Modebloggerin, genauso wie der Redakteurin der Brigitte. Nicht alles ist also gleich als Werbung anzusehen. Aber die ständige kritische Auseinandersetzung lohnt sich alle mal. Im eigenen Interesse und in dem der Leserschaft. Wer also kooperiert, bloggt nicht im Luft leeren Raum. Wer nicht sauber kennzeichnet, verhält sich nicht seriös. 
 


Denn: "Wirtschaft ist nicht niedlich". Auch, wenn die Fotos rosa und weiß sind. Das Motto habe ich irgendwo mal gehört; es gefällt mir gut. Ob es mir nun gefällt oder nicht: aber es gibt Neider, Konkurrenz, Preisdumping und einen Markt. An guten Tagen finde ich das gut; an schlechten Tagen weniger gut. Und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit vielen, sympathischen Mitbloggerinnen, mit denen ich mich austausche, zu Rat und Tat. Was ich auch gut finde, ist, als Leserinnen von anderen Bloggerinnen gut behandelt zu werden.

Das heißt, eine Bloggerin ist ehrlich und verdient mein Vertrauen. "Mit dem Hobby Geld verdienen". Davon sprach auch Styleranking. Sobald ich mit einem kommerziellen Unternehmen zusammenarbeite, verdienen ich eventuelle nebenberuflich Geld. Aber dann ist der Blog kein Hobby mehr für mich. Dann geht es um wirtschaftlichen Interessen; umso Geld verdienen.

Vor allem auch für die Kooperationspartner. "Eine Anzeige in der Vogue kostet 20.000 Euro, Blogger arbeiten für ein paar Klamotten." Was sagt das über uns Blogger aus? Professionalisierung tut Not?

STÖRT EUCH WERBUNG IM BLOG? WOMIT GEWINNT EIN BLOG EUER VERTRAUEN? KOMMENTARE HIER ODER AUF INSTAGARM @oceanbluestyleatmanderley.

-Sabina

43 comments:

  1. wenn ich irgendwo noch einmal "erfolgreich bloggen" lese trete ich einen ein-frau-shitstorm los! sei gewarnt! ;-P

    wegen mir kann jeder soviel werbung machen wie er will - auch schleichende. geht mir komplett am allerwertesten vorbei. ich bin total resistent gegen werbeversprechen jeder art.
    wenn der bloginhalt hinter der werbung zurücktritt lese ich eben woanders. ende.

    ich hätte ja gern mal ein "kooperations-angebot" - nur wegen dem lacher! der bahnwärter und ich würden uns sicher eine woche lang köstlich amüsieren. :-D
    andererseits gibt es dinge für die würde ich gern werben, sogar für bezahlung in naturalien. du ahnst sicher was das ist....

    xxxxxx

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    1. Nein, kein blassen Schimmer. Ich rate mal: Vivienne Westwood. Aber, wenn ich jetzt falsch liege, *schwitz* :))) Dass finde ich einen guten Ansatz: wenn der Bloginhalt hinter der Werbung zurücktritt. Ich glaube, unbewusst würde mir das genauso gehen. Was hast du denn gegen "erfolgreich bloggen" sind doch nur zwei unschuldige Wörter...gibt viel Schlimmeres da draußen *siehstdudenHeiligenscheinschimmern" :)))drück dich und schönes Wochenende. Habt ihr gutes Wetter so wie wir?

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    2. hübscher heiligenschein - wo kann man den bestellen??? ;-)
      frau westwood würde ich auch bewerben. aber ich meinte eher so "nachhaltige" firmen, produkte etc. - natürlich nur nach eingehender prüfung. "green washing" kommt mir nicht auf den blog.
      habe die diskussion unten durchgelesen. hm. finde gut dass wir eine fachfrau - fran - an bord haben. ich würde im paragraphendschungel nicht durchsehen. ansonsten bellen natürlich die getroffenen hunde - hihi.
      finde gut was michael anmerkt - der blog ist ein persönliches tagebuch - irgendwie. und deswegen lese ich blogs auch. wegen der persönlichkeit des/r bloggers/in. nicht wegen der klamotten, schuhe, taschen, kosmetik. wenn ein look mich inspiriert komm ich gern wieder ob der nächste das auch tut. ansonsten lese ich ja auch blogs von künstlerinnen und gärtnerinnen. aber auch da - die person, der stil. einen gartenblog wo jede woche die neuesten errungenschaften aus dem gartencenter präsentiert werden, von einer planschkuh, in einem garten den ich scheusslich finde, lese ich eben nicht.
      aber ich glaub ich bin auch die ausnahme was die resistenz gegen konsum & werbung angeht. ich fürchte ja, viele menschen lassen sich viel zu leicht manipulieren. muss man die schützen? ich weis es nicht. ich bin für "erwachsen werden" - wenn nicht in diesem dann im nächsten leben......
      heute kommt hier der regen runter der die letzten 3 wochen fehlte - aber morgen wirds wieder sonnig! :-)
      xxxxxx

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    3. hihi. Der wächst dir automatisch, wenn die Zeit dafür reif ist! ;-))) worüber soll ich jetzt zuerst lachen? Das Gartencenter....so sehe ich das auch. Da Andrea gerade fragte, ob das Thema für einen Null 8/15 Blog nicht zu hoch aufgehängt sei...sage ich hier was dazu...was eh nicht Fran schon sagte: Blitzerhinweis/30-Zone. Besser lässt sich das nicht vergleichen. Wenn die Gartentante ihre Primeln zeigt und macht und tut. Gut. Sie will vor sich hinbloggen und Kooperation eingehen? Das ist eine neue Qualität. Das muss sie sich dann genau überlegen. Und ich wiederhole mich gern. Das eine nicht ohne das andere. Ich bin doch so klein als Blog. Das reicht nicht, denke ich. Das ist vielleicht lästig. Verstehe ich. Was hab ich da mit manchen Bloggerinnen letztes Jahr hin und hergemailt...hab Kritik eingesteckt. War im Nachhinein sehr berechtigt! Bin dankbar für die Hilfe...hat mich weiter gebracht...Deshalb finde ich den Austausch hier mit uns so wichtig...ist ja nichts Schlimmes...Liebe Grüße Sabina

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  2. Und mal wieder wird die Sau durchs Dorf gejagt. Mal ist es das Ranking, mal das gezielte Setzen von Keywords und jetzt die Werbung. Mich stört Werbung auf Blogs nicht, ich muss ja nicht lesen, wenn es mir nicht passt. Und dieses "du musst es kennzeichnen, bevor dein Leser überhaupt das erste Wort liest, finde ich, gelinde gesagt, übertrieben. Das es erkennbar ist, ok. Aber wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen. Wenn jede Zeitschrift über ihre Kosmetikbildchen, wo etwas präsentiert wird, was zugesandt wurde, einen Werbung - Stempel machen müsste, würde die Zeitschrift auch anders aussehen. Wenn jeder Influencer (Stars mal eingeschlossen) an ein gesponsortes Täschchen ein Schild hängen müsste, würde sicher auch alles klarer.....
    Als nächstes Thema empfehle ich, für alle, die "umsonst" bloggen das Thema "geldwerter Vorteil". Das haben wir - glaube ich - in den Medien und der Bloggerwelt im Bezug auf Blogger noch nicht plattgetrampelt und es ist rechtlich ja auch nicht unerheblich. Und die Bloggerin "zahlt" sozusagen drauf, denn wer mag denn schon so alles, was er angeboten bekommt.
    Umsonst Bloggen, warum? Die Firmen machen ja auch nichts umsonst, weshalb sollten Blogger es tun? Einen Blog nur wegen Kooperationen beginnen? Da dürfte die Bloggerin schnell die Lust verlieren, so gesättigt, wie der Markt ist. Aber zum Glück darf das jede für sich selbst entscheiden.
    So, dass musste jetzt mal raus.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Andrea

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    1. Auch, eins habe ich noch vergessen. Vor mir liegt gerade eine Zeitschrift. Sehr angesagt. Und was fehlt auf den Werbebildchen oben rechts? Richtig. Soweit zu dem Thema Kennzeichnungspflicht.

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    2. Andrea, wenn eine Zeitschrift beispielsweise auf einer Seite "Neu auf dem Kosmetikmarkt" Produkte vorstellt, dann haben die in der Regel keine Produkte, sondern eine Pressemitteilung dazu bekommen. Diese Pressemitteilungen landen auf einem große Stapel und ein Redakteur sucht dann für die Seite die Dinge aus, die er vorstellt. Entweder einen Mix oder Produkte zu einem bestimmten Thema. Das Ganze hat auch nicht den Charakter eines Tests, den ein Blogger anstrebt. Es ist eine reine Produktvorstellung. Habe ich jahrelang gemacht (allerdings nicht bei einer Frauenzeitschrift) und ich glaube nicht, dass sich das in den letzten Jahren groß geändert hat. Das ist in diesem Fall dann auch keine Werbung vor dem Gesetz.

      Ob gesetzliche Regelung übertrieben sind - das mag ich nicht beurteilen. Der Gesetzgeber hat die nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Und die sehen nun mal ganz klar vor, was wie gekennzeichnet werden muss. Klar kann man die ignorieren. Man kann auch eine 30er-Zone ignorieren und mit 100 durchbrettern. Ist in diesem Land auch ein Kavaliersdelikt. Wird man erwischt, wird es allerdings teuer. Selbst wenn da gerade gar keine Kinder gespielt haben :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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    3. @Andrea. Danke dir sehr für deinen ausführlichen Beitrag und seine Perspektive. Das ist sehr interessant. Danke auch liebe Fran, dass du schon alles dazu erläutert hast. Eine sehr anschauliche Erläuterung auch, weil es zeigt, dass Medienarbeit tatsächlich eine Ausbildung erfordert. Im Volksmund auch "Volontariat" genannt. Was ja wieder zu der oft diskutierten Frage führt: sind Blogger Journalisten? Ja, und nein. Aber deine Ausführung und Andreas Gedanken zeigen auch, dass es um Medienkompetenz geht. Und um das, was Blogger können müssen. Ich kann das eine (Geld und Kooperationen nicht ohne das andere haben (Rechtliche Grundlagen kennen) So würde ich die Diskussion gerade mal zusammenfassen. Ich wünsche euch beiden ein sonniges Wochenende und sende liebe Grüße Sabina

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    4. Ingesamt frage ich mich, ob das Thema für den 08/15 Blogger nicht einfach zu hoch aufgehängt wird. Ich spreche da nicht von den Top - Bloggerm, sondern von denen, die eher so vor sich hinbloggen. Und hier ist es wie so oft im Leben: muss ich mich wirklich bis ins Detail auskennen? Und warum werden dann Artikel nicht eher: Das solltet ihr beachten, sonst heißt es Schleichwerbung? Oder auch: Das ist Geldwertes Vorteil. Ich bin ja auch für Transparenz und glaube längst nicht alles, was ich da lese.
      Was mir aber gerade auffällt, ist die Häufung des Themas in sämtlichen Blogs :)
      Ich persönlich sehe mich auch nicht als Journalistin, ich bin Krankenschwester und Betriebswirtin. Trotzdem schreibe ich gerne vor mich hin und bin doch jedes Mal freudig erstaunt, wen das so alles interessiert.
      Komm gut ins Wochenende und liebe Grüße
      Andrea

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    5. Nein, dagegen wehre ich mich ganz entschieden. Nicht jeder Blogger ist ein Journalist. Sorry, aber da bin ich echt piefig. Für mich gehört zu einem Journalisten definitiv eine Ausbildung. Und kritische Distanz zum Thema, über das ich schreibe. Und Unabhängigkeit. Und noch viele andere Dinge. Wenn Muddi sich bei Blogspot austobt ist das kein Journalismus. Nope.

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    6. @Fran Es geht nicht darum, Dinge nicht zu Kennzeichnen, es geht darum, ob es wirklich so schlimm ist, wenn ein Blogger (und sei es aus Unwissenheit-gut, schützt vor Strafe nicht) das am Ende des Posts oder sonstwo kennzeichnet. Und wie vieles, ist das stets Auslegungssache und würde hier den Rahmen sprengen, wenn wir das hier alles Diskutieren, was Werbung im rechtlichen Rahmen ist. Danke für deine Infos hinsichtlich Produktvorstellungen, dass kommt bei mir als Konsument beim Kesen durchaus anders an. Aber das ist vielleicht meine eigene subjektive Wahrnehmung .
      Hab ein schönes WE und liebe Grüße
      Andrea

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    7. @Unterschreibe ich sofort, Fran. Was wir nicht "gelernt" haben, sollten wir uns auch nicht auf die Fahne schreiben. Das ist nicht piefig, dass ist die Realität.

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    8. @Liebe Andrea: hat wohl mit dem Artikel in der Welt zu tun. Du hast Recht. Vieles ist Auslegungssache. Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende an deinem schönen See! LG Sabina

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    9. Andrea:"Ingesamt frage ich mich, ob das Thema für den 08/15 Blogger nicht einfach zu hoch aufgehängt wird. Ich spreche da nicht von den Top - Bloggerm, sondern von denen, die eher so vor sich hinbloggen. ".
      Nein. Kann man nicht. Denn Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.
      Man darf auch als Fußgänger nicht bei rot über die Ampel. Wenn man erwischt wird, wirds teuer.
      LG Sunny

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  3. Ach Sabina, ich fürchte, du machst dir die Mühe umsonst ;-) Solange selbst Blogger, die sich selbst als hochprofessionell bezeichnen und andere sogar gegen Entgelt an ihrem immensen Wissen teilhaben, die Sache mit der Kennzeichnung geflissentlich ignorieren, wird es wohl nicht besser.
    Mir soll`s Wurscht sein. Ich kennzeichne. Wie du auch. Ich kenne das aus meinem Berufsleben nicht anders. Da war Werbung allerdings auch nie igitt. Sondern ein ganz normaler Geschäftsvorgang. Warum das beim Bloggen, bei Instagram und Snapchat nicht geht? Ist mir ein Rätsel. Vielleicht weil das alles doch nicht ganz so professionell ist wie man sich gern den Anschein gibt.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Fran, ich will mir gar keine Mühe machen. Ich möchte einfach mal über das Thema reden. Ich weiß nicht, ob diejenigen damit auf Dauer durchkommen. Denn das Thema nimmt ja mit der Zeit an Aufmerksamkeit zu. Es wird sicher noch eine Weile dauern. Aber du weißt ja, auch der Werberat mahnt immer mal wieder Werbung oder oder ab. Oder der Presserat rügt. Die Mühlen für neue Entwicklungen mahlen halt langsam....Ich finde auch nicht, dass Werbung igitt ist. Sondern sehe das so wie du. Wir leben ja nicht auf Kuba ;-) Und natürlich ist es nicht professionalisiert. Ich blogge los, bekomme ganz viele Produkte zugesandt und gehe über den roten Teppich auf der Fashion Week. *dilirium* Das trifft 20-Jährige genauso wie 50-Jährige, denke ich. Und das Anzeigengeschäft bei Zeitschriften? Vorn wird ein Produkt so wie du es beschrieben hast, in der Liste aufgeführt. Seiten weiter findet sich dafür eine Anzeige im Blatt. Aber es wird eben BEZAHLT! Das ist der Unterschied für mich. Das Unternehmen bezahlt ganz klar. Für die Reichweite des Magazins. Hinter mir steht kein Verlag,der mich bezahlt, antworte ich gern oft in meinen Mails, wenn es wieder "leider, leider kein Budget gibt". Dann verzichte ich lieber. Liebe Grüße Sabina

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    2. Es geht mir nicht darum, Dinge nicht zu kennzeichnen sondern mehr darum, ob es wirklich so verwerflich ist, wenn es am Ende des Textes, mittendrin oder eben am Anfang steht. Das ist mir nämlich egal, Hauptsache , es steht irgendwo :)

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    3. Es geht nicht darum, ob etwas verwerflich ist. Es geht darum, was gesetzlich vorgeschrieben ist. OK, Sabine geht es darum. Und vielen andern auch. Und noch mehr anderen genau nicht. Man mag es absolut un-verwerflich finden, Steuern zu hinterziehen. Hat Herr Hoeneß ja auch nicht verwerflich gefunden. Leider ist es verboten.
      Ich stelle mir gerade das Gesicht von Autofahrern vor, die am Anfang einer 30er-Zone geblitzt werden. Das Hinweisschild auf diese 30er-Zone hat ein Witzbold nämlich in die Mitte der Zone gestellt. Weil es ja absolut unerheblich ist, wo das steht, ob am Anfang oder in der Mitte oder am Ende ;-)

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    4. Dem ist nichts hinzuzufügen! Ja. Natürlich kann man auch fragen, warum muss dass den überhaupt geregelt werden. Aber dazu sage ich noch weniger. Danke nochmal für deine fachlichen Hinweise. Und die meisten Blogger würde ich auch nicht mit Journalisten in einen Topf werfen. Aber die Diskussion darum, hast du die verfolgt? LG Sabina

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    5. Sabina, die Diskussion habe ich nicht verfolgt. Erzähl mal :-)

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    6. Ich schick dir links, muss aber nochmal kramen...please hold ze line :) xxxx

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  4. Ich schließe mich Beate und Andrea an. Mir ist es völlig schnuppe wo, wie bzw. ob Werbung gekennzeichet wird. Entweder mir gefällt ein Blogbeitrag (Klamotten, Produkte, Story) oder eben nicht. Ich muss es ja nicht lesen.

    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Nee, hast du völlig Recht liebe Bianca. Sehe ich genausp. Du hast mich aber ins Grübeln gebracht: woher weißt du, dass es Werbung ist? Wenn es nicht dabei steht? Also du liest etwas, weil das Thema dich interssiert. Und dann ist es dir wurscht, ob es ggf so ist wie eine Anzeige in einer Zeitschrift, damit ich dich richtig verstehe? Liebe Grüße zu dir! Sabina

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  5. Danke Dir für die wertschätzende Erwähnung. Inhaltlich möchte ich mich an der Diskussion online nicht beteiligen. Offline jederzeit gerne.
    Liebe Grüße
    Ines

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    1. Das ist völlig legitim liebe Ines und verdient Respekt! In diesem Sinn hab ich dich ja erwähnt. Liebe Grüße Sabina

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  6. Hallo Sabina,

    da hast du ein sehr schwieriges Thema angesprochen, welches für viele Blogger ein rotes Tuch zu sein scheint.

    Den Begriff "Schleichwerbung" und seine Bedeutung finde ich ziemlich (pardon) bescheuert! Ja, ich trete in der Öffentlichkeit auf und da trage ich natürlich Klamotten, die eventuell von einigen Leuten erkannt werden. Gleiches gilt für Make Up und Accessoires. Ich kann doch nicht ständig unter jedes Bild schreiben, was ich trage und dass ich das gekauft und nicht "geschenkt" bekommen habe. Das müsste sonst jeder tun, der Bilder von sich im Internet zeigt. Ein Ding der Unmöglichkeit! Gerne schreibe ich das auf Nachfrage dazu.

    Anders verhält es sich mit zugeschickten Produkten zum Testen. Selbstverständlich kennzeichne ich das, allerdings überwiegend am Ende meiner Berichte, da es bei meinem Layout oben oder unter den Bildern einfach nicht schön aussieht. Die Art der Kennzeichnung ist allerdings immer anders. Manche Unternehmen wollen nicht zwingend, dass man einen Beitrag zum Produkt/ Unternehmen schreibt. Wenn ich das freiwillig tue, dann steht das auch unter dem Beitrag.

    Sehr lustig wird es bei Gewinnen. Es gibt Gewinnspiele für Blogger und welche für alle. Eine gelungene Kennzeichnung für solche Fälle fehlt mir noch... irgendwie liest sich das bei mir noch etwas unbeholfen. -.-

    Liebe Grüße,
    Stil-Helferin Jessi

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    1. Also du setzt dich jedenfalls sehr intensiv damit auseinander liebe Jessi. Und klar, geht es sicher nicht darum, überall einen Aufkleber hinzuklatschen, Werbung, nur weil ich erwähne, was ich trage. Aber du beschreibst das sehr richtig: denn es kommt halt immer mehr, gezieltes Produkt Placement. Und die andere Seite des Unternehmens kenne ich auch sehr gut: das ist rechtlich nicht in Ordnung. Und das sollten die Unternehmen auch wissen. Was meinst du mit den Gewinnspielen? Kannst du das erklären? Danke für deinen ausgewogenen Beitrag. Sehr hilfreich! Liebe Grüße Sabina

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    2. Hallo Sabina,

      zu den Gewinnspielen: manche Firmen veranstalten Gewinnspiele nur für Blogger oder für alle. Da "muss" das gewonnene Produkt nicht getestet, nicht fotografiert und nicht darüber geschrieben werden. Diese Sachen sind also echte Gewinne/Geschenke ohne Gegenleistung. Über einige schreibe ich aber natürlich etwas und die richtige Kennzeichnung dafür fehlt mir noch. Momentan steht da einfach, dass ich das Produkt in einem Gewinnspiel gewonnen habe. Bei Gewinnspielen, an denen nur Blogger teilnehmen dürfen, habe ich durch meinen Status einen Vorteil gegenüber der Allgemeinheit. Was macht man da kennzeichnungsmäßig? Ich würde es wohl "Gewinnspiel für Blogger" nennen. Aber reicht das? Ist man damit sicher? Keine Ahnung, nix dazu gefunden!

      Ab und an nervt mich die ganze Kennzeichnerei ziemlich! Bei einigen Beiträgen überlege ich länger an einer gelungenen und "richtigen" Kennzeichnung, als am gesamten Text.

      Liebe Grüße, Jessi

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  7. Als ich vor kurzem diesen Artikel in unserem Bloggerforum gepostet habe, hätte ich nie geahnt welche Wellen das schlägt. Ich lese auch einen Blog wenn er mir gefällt, egal ob Werbung oder nicht. Ich kennzeichne auch immer aber nie übertrieben. Obwohl ich jetzt nach dieser Diskussion überlege mein Templet umzustellen um die Kennzeichnung besser unter zu bekommen. Denn in erster Linie soll der Blog ansprechend aussehen, denn das spricht den Leser als erstes an. Natürlich auch Kooperationspartner. Kennzeichnen ja gerne, aber dann bitte so das er das Erscheinungsbild vom Blog nicht zerstört.
    LG Petra

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    1. Liebe Petra, was du im Forum gepostest hast, weiß ich nicht. Ich habe da meine eigenen Quellen. Und ich bin froh, dass du nochmal vorbeischaust, weil ich eine sehr interessante Idee finde, dass es eine Frage des Erscheinungsbilds ist. Wie Fran so gut oben schon schrieb, ist es in erster Linie eine rechtliche Frage. Keine Kann-Leistung einer Bloggerin offenbar. Du hostest selbst, entnehme ich aus deinen Worten? Damit kenne ich mich null aus. Kann ich auch nicht zu sagen. Für mich kann ich nur sagen, dass ein Sternchen an der Überschrift, der auf den Hinweis aufmerksam macht, nun unkompliziert ist. Ich finde es auch jeden Fall erleichternd, dass du auch zu denen gehörst, die sich darum Gedanken machen und eine Lösung suchen...Danke für deinen Besuch und schönen Freitag noch! LG Sabina

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  8. Meine Damen,

    ich beobachte als Blogger aus der Technik-Ecke schon eine Weile die Fashion-Szene. Und gleich vorne weg, es hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Aber egal wo ich hinsehe, ob sogenannter Fashion-Blog oder Reise-Blog, in den meisten Fällen muss dort noch nicht einmal ein Hinweis stehen, das es sich um pures Content-Marketing handelt. Fehlt eigentlich nur noch der direkte Hinweis, das der Affiliate-Link am Ende des Artikels möglichst angeklickt wird und die Produkte doch gefälligst auch gleich beim größten Online-Händler gekauft werden. Weil es geht nicht mehr ums Bloggen, sondern alleine ums Geld verdienen.

    Das ist alles legitim, doch hat dies mit dem ursprünglichen Sinn eines Blogs nicht mehr viel gemein. Der Blog ist die älteste Form eines sozialen Netzwerks und davon entfernt sich die Deutsche Bloggerszene mehr und mehr. Gute Blogs sind Tagebücher und keine Ratgeber. Productplacement gehört definitiv nicht in einen Blog. Und die Stiftung Warentest gibt es schon, da müssen wir uns als Blogger nicht Sklaven der Industrie verdingen.

    Das ist meine Meinung als Nerd.

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    1. Hallo Michael, vielen Dank für deinen Beitrag! Denn es ist ja eine wichtige Diskussion und da finde ich so komplett verschiedene Perspektiven sehr spannend. Wenn es um Ratgeberseiten geht, ist das für mich auch weniger ein Blog. Das ist dann eine Platform, auf der es um "mode" "bloggen" "essen kochen", was auch immer geht. Darüber kann oder muss man auch diskutieren. Wie der Begriff gefasst ist. Ich sehe das weniger eng. Für mich kommt es auf die Mischung an. Wieviel Werbung, wieviel anderer Content? Also, wenn ich über meine Reisen berichte, geht es nur darum. Das ist mein Tagebuch an dieser Stelle. Da möchte ich auch schon dafür plädieren, Modeblogs fair gegenüber zu sein und zu differenzieren. Ich bin da aber bei dir. Das ist auch, was ich meinte: das fehlende professionelle Verständnis eine ganze Sparte in Verruf bringt. Da wünsche ich mir noch mehr, dass sich auf lange Sicht, die Spreu vom Weizen trennt. Nochmal vielen Dank fürs Vorbeischauen und ich würde mich auf weitere Beiträge von dir freuen. Viele Grüße Sabina

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    2. Wo kann ich das liken? :-) Lg, Annemarie

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    3. @annemarie: sehr schön. *lach* gefällt mir!

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  9. Bei verschiedenen Bloggern wird derzeit der Artikel in der Welt besprochen. Als frühere PR-Lady kenne ich es noch, wie man zum Notebook-testen mal schnell nach Malle geflogen wurde und so... naja, das zum Thema Kennzeichnung und böse Werbung. Trotzdem - so wie es mir in Zeitschriften too much ist, gefällt es mir auf Blogs auch nicht, wenn immer wieder Product Placement statt Inhalt im Vordergrund steht. Da hilft mir keine Kennzeichnung, das merkt man schon beim Lesen. Die (Mode-)Industrie wird immer wieder finden... Als Blogger habe ich mich seit einem guten Jahr komplett von der Werbung verabschiedet, weil's mir damit besser geht.

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  10. ... immer wieder Wege finden, soll es heißen :-)

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    1. Was meinst du, weil es mir damit besser geht? Ich habe eine Ahnung, aber die basiert auf meinen Erfahrungen. Daher wäre es schön, wenn du dazu etwas mehr sagen magst. Ja, klar versucht die PR-Industrie Journalisten sich wohlgesinnt zu stimmen. Es lässt sich nichts verallgemeinern. Die Blogger sind nicht so, genauso wenig wie DIE Medien so sind. Was pauschale Vorurteile taugen, da sind wir uns Wohl einig. Kritische Distanz ist aber etwas, was bei Bloggern so kaum zu finden ist. Aber ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen. Du kannst mir natürlich sagen, dass ist hier auch nicht der Fall. Aber ich teste ja nicht. Ich habe entweder "Presseartige Informationen" (GDS, etc.) Dann wähle ich frei für mich aus, was mir gefällt. Alles andere erwähne ich erst gar nicht. Oder direkte Advertorials. Die sind als solche gekennzeichnet. Wer etwas für Geld schreibt, schlüpft m.E. in eine PR-Rolle. Das ist nicht schlimm. Sollte aber als solches klar zu erkennen sein. Alles andere ist Manipulation. Ich bin ja immer noch journalistisch tätig (Reise) und bin Referentin für Unternehmenskommunikation. Ich denke, kritisch kann auch schon seit, nur mal andere Fragen zu stellen. Aber darauf kommen die meisten schon gar nicht. Das ist eine Haltung. Puh, ja , jetzt steht hier ein zweiter Blogpost...*lach* LG Sabina

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  11. Liebe Sabina,

    auch ich danke Dir für die Erwähnung und werde jetzt nicht großartig meinen Senf dazu geben. Für mich ist es eine ganz klare Sache.

    Liebe Grüße Sabine

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    Replies
    1. Ja, das finde ich ja auch sehr gut liebe Sabine!

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  12. kkkkkkk Weiß du liebe Sabina, ich verstehe die ganze Diskussion nicht wirklich! Es gibt Regel - das ist Tatsache - wer dagegen ist, ist nicht mein Problem! Jeder muss für sich selbst entscheiden! Wenn ein Blog interessant ist und das Produkt mir gefällt, werde ich weiterhin lesen - ob es eine Kennzeichnung gibt oder nicht - es mir egal!
    Ich werde die Blogger nicht veurteilen!
    LG
    Claudia

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    Replies
    1. Liebe Claudia, herzliche Dank für deinen Besuch über den ich mich immer freue. Aber die Sache ist ja ganz klar. Das ist ja auch keine Frage von Verstehen oder nicht. Haben obige Kommentatorinnen ja schon schön beschrieben. Es ist eine Frage des Rechts. Nicht des Beliebens. Ja nach Lust und Laune. Ich verstehe die Steuergesetze ja auch nicht. Steuernerklärung muss ich trotzdem machen...*lach* Damit wir uns da auch richtig verstehen und mir hier niemand was Falsches unterstellt: ich lese auch Blogs, wenn sie Werbung machen. Ich wehre mich nur gegen unseriöses Vorgehen. Das sind zweierlei Dinge! In diesem Sinne wie immer: Happy blogging weiterhin! LG Sabina

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